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Barmen

Im Gegensatz zu anderen Stadtteilen Wuppertals ist über die frühe Besiedlungsphase Barmens nicht sehr viel bekannt. Anscheinend entwickelte sich Barmen nicht aus einem festen Ortskern, sondern aus einer Anzahl verstreuter Höfe.

Es wird berichtet, dass ein Verbund von Höfen in späteren Zeiten als "in den Barmen" bekannt war. Eine erste urkundliche Erwähnung finden wir in den Büchern des Klosters Werden, an das Barmen um 1070 jährliche Abgaben entrichten musste. Im Jahre 1245 verkaufte der Graf von Ravensberg, der Eigentümer der Höfe war, diese an Graf Heinrich von Berg. Jener wurde aber aus Geldmangel gezwungen, die Hofschaften 1399 für ein paar Jahrzehnte an Kleve-Mark zu verpfänden.

Durch die französische Landreform im Jahre 1808 sollte nun auch Barmen die Langersehnten amtliche Stadtrechte erlangen.
Die Stadt wuchs unaufhörlich weiter. Barmen stellte auf Gasbeleuchtung in den Straßen um. Auch das Telefon hielt Einzug. Im Jahre 1861 verzeichneten Elberfeld und Barmen die höchste Fabrikarbeiterdichte Deutschlands.

Ein Highlight von Barmen existiert leider nicht mehr. Das Planetarium, welches 1926 eröffnet wurde, erlag den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs. Nach seiner Zerstörung wurde es leider abgerissen.
Ansonsten hatte Barmen im Krieg etwas mehr Glück als Elberfeld. Die Zerstörung war zwar auch dort heftig, doch blieb eine Menge alter Bausubstanz erhalten. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass wir in diesem Teil Wuppertals das schönste restaurierte Fachwerkhaus bewundern können. Das Hofhaus Lütterkus-Heidt hat es der heimischen Denkmalpflege zu verdanken, heute als eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt zu gelten.

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Stand: 31.10.2006        copyright © Bodo Flunkert      Nach Oben