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Schwebebahn

Wir schreiben den 1. März 1901. Zu diesem Datum wurde die Schwebebahn zwischen Kluse und Zoo für den öffentlichen Fahrgastverkehr freigegeben. Zum 27. Juni 1903, nachdem 19200 Tonnen Eisen verbaut und rund 16 Millionen Goldstücke ausgegeben waren, konnte auch der Streckenabschnitt von Kluse nach Oberbarmen freigegeben werden.

Der 2. Weltkrieg ging auch am "eisernen Riesen" nicht spurlos vorbei. Es kam zwischen 1943 und 1945 nach Bombenangriffen immer wieder zu wochenlangen Ausfällen. Erst Ostern 1946 konnte der normale Rundbetrieb wieder aufgenommen werden.Nicht jedem Fahrgast gefiel es über das Tal der Wupper zu schweben. Dies demonstrierte der junge Elefant Tuffi während einer Zirkus-Werbefahrt am 21 Juli 1950 recht eindrucksvoll. Er sprang kurzerhand aus dem fahrenden Zug in die Wupper. Wie durch ein Wunder verletzte sich Tuffi nur leicht. Außer einer Schramme am Po kam er ohne weitere VerletzungenDie Jahre 1972 bis 1974 waren wieder der Erneuerung gewidmet. Der Komplette Fuhrpark wurde durch 28 moderne Gelenkzüge ersetzt. Zwischendurch gabe es einen Prototypen, den "blauen Enzian". Nur der Kaiserwagen, der zum 75 jährigem Jubiläum 1976 eine Restaurierung bekam, blieb aus dem alten Fundus erhalten. Ferner wurde 1974 die einzigartige Wendeanlage am Bahnhof Zoo/Stadion eingebaut. Es ist der 12. April 1999, als der erste Zug nach Bauarbeiten morgens auf die Strecke geht. Niemand konnte ahnen, dass eine Baufirma nach Beendigung der Gerüstarbeiten vergessen hatte, eine Metallkralle zu entfernen, wodurch der Zug entgleiste, und in die Wupper fiel. Die schockierende Bilanz waren 47 verletzte und 5 getötete Personen. Der Betrieb konnte erst am 9. Juni 1999 wieder aufgenommen werden

Zur Zeit wird die "alte Dame", das Wahrzeichen der Stadt, von Grund auf renoviert. Stützen und Gleise werden ausgetauscht, sowie Stationen erneuert. Dass dies ein Mammutprojekt ist, sagen uns schon die Daten der Schwebebahn. Die 27 Gelenkzüge und der Kaiserwagen schweben auf einer Länge von 13,3 km durch das Tal. Davon führen 10 km über die Wupper und 3,3 km über eine Straße in Vohwinkel. Die Züge verteilen ca. 72000 Fahrgäste pro Werktag auf 20 Stationen.

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Stand: 31.10.2006        copyright © Bodo Flunkert      Nach Oben